Fusion  
- ein Instrument welches für einige größte Vorteile bringt -

nur nicht den Mitgliedern

Solch eine Fusion zwischen zwei Raiffeisenbanken in Bayern erfolgt seit zig Jahren schon immer nach dem gleichen Schema.  Und genauso lief es auch bei der Fusion der beiden Raiffeisenbanken ab.

Eine Raiffeisenbank (nennen wir sie Raiffeisenbank H) war dabei die übernehmende Bank und  die andere Raiffeisenbank (nennen wir sie Raiffeisenbank D) die übergebende Bank.

Der Gesetzgeber nennt solches im Umwandlungsgesetz  “Verschmelzung durch Aufnahme

Bei dieser Verschmelzung durch Aufnahme übertrug Ende April 2015 die übergebende Raiffeisenbank D ihr gesamtes Bankgeschäft einschließlich ihres gesamten Vermögens nebst den Beteiligungen an anderen Unternehmen sowie auch ihre eigenen Mitglieder und deren Geschäftsguthaben an die übernehmende Raiffeisenbank H.  Die Mitglieder der Raiffeisenbank D wurden nun zu Mitgliedern der Raiffeisenbank H und erhielten von der Raiffeisenbank H Geschäftsanteile in exakt gleicher Höhe wie sie vorher bei Raiffeisenbank D bestanden haben.

In der regionalen Tageszeitung wurde  auch  über den Verlauf der Fusionsversammlung der Raiffeisenbank D berichtet.  In diesem Bericht ist u.a. zu lesen, dass der Regionaldirektor des Genossenschaftsverbandes Bayern das Prüfungsgutachten zum Verschmelzungsvertrag verlesen hatte und der Prüfungsverband der festen Überzeugung  wäre, dass die Fusion der beste Weg sei.

Im gleichen Bericht der Tageszeitung ist erwähnt, dass der Aufsichtsrat im Vorfeld” alle denkbaren Optionen” geprüft und mit dem Vorstand besprochen hatte

Was hätte die Mitglieder somit davon abhalten sollen, gegen die Fusion zu stimmen, wenn sogar der Genossenschaftsverband Bayern bestätigt, dass diese Fusion der beste Weg sei und mit den Belangen der Mitglieder vereinbar wäre.

Nichts, denn über andere, bessere Möglichkeiten wurden sie nicht informiert.  Weder von Vorstand, noch von Aufsichtsrat, geschweige denn vom Genossenschaftsverband Bayern.

Und deshalb ging die Fusion mit fast 99% aller Stimmen über die Bühne. 

Seitdem gibt es die Raiffeisenbank D nicht mehr, die Löschung im Genossenschafts- register wurde bereits am 09. Juni 2015 vollzogen.

Wie es geschehen konnte, dass diese Mitglieder ihr eigenes Vermögen an die andere Raiffeisenbank verschenkt haben, das erfahren Sie auf der nächsten Seite.