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Warum überhaupt
Pflichtprüfungsverband

Vor 126 Jahren hat  bei den Beratungen zum „Änderungsantrag zur zweiten Berathung des Entwurfs eines Gesetzes betreffend die Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften – Nr. 132 der Drucksachen – vom 23.03.1889“ der Referent und Berichterstatter , der Abgeordnete von Rheinbaben in seiner Eröffnungsrede zur Diskussion treffend ausgeführt, „daß es Hauptaufgabe der Kommission war, die zwischen den verschiedenen, einander entgegenstehenden, aber doch nicht sich ausschließenden Interessen, die hier in Frage kommen, das Gleichgewicht herzustellen   ……………… Hier die Sicherung der Rechte des Gläubigers, dort der Schutz des Genossen, nicht bloß gegenüber dem Gläubiger, sondern auch gegenüber den Verwaltungsorganen der Genossenschaft selbst;” (aus: Stenographische Berichte über die Verhandlungen des Reichstages – 7. Legislaturperiode – IV Session 1888/89 – 6. Band (3. Anlagenband), S. 1152)

Und auch bereits damals im Jahr 1889 wurde die Pflichtprüfung für Genossenschaften eingeführt.  Durch damals noch externe, sachverständige Prüfer mussten mindestens alle zwei Jahre die Einrichtungen und die Geschäftsführung der Genossenschaft geprüft werden.  Ein Verband hatte jedoch nur bei ihm angeschlossenen Genossenschaften das Recht, diesen externen Prüfer zu benennen. Gehörte eine Genossenschaft keinem Verband an, erfolgte die Bestellung des Prüfers durch das zuständige Registergericht.

Und dann kam die Zeit des Nationalsozialismus und alles wurde anders.